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Tutotrial - Workflow - Alt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TJ   
Donnerstag, den 28. Mai 2009 um 21:51 Uhr

 

Immer öfters werde ich nach meinem Workflow beim Spotten gefragt. Also, was passiert mit den Bildern von der Aufnahme über die Bearbeitung bis hin zur Archivierung. Da ich am Anfang selber oft diese Fragen stellen musste und dazu viele gute Infos im Netz gefunden habe, möchte ich an dieser Stelle meinen Workflow vorstellen. Dieser ist bestimmt nicht das Maß aller Dinge. Ich komme damit einfach gut zurecht.

Alte Version

Was ich euch hier zeige, ist mein alter Workflow. Dieser basiert auf Photoshop CS2 zur Bearbeitung und ACDSee zum archivieren der Bilder. Ich habe aber inzwischen alles umgestellt auf Lightroom. Der Vorteil liegt einfach darin, das von der RAW-Entwicklung, über die Bearbeitung bis zum Archivieren alles in einem System abläuft. Die Beschreibung des neuen Workflows folgt dann noch.

1. Software

Folgende Software setze ich ein:

  • Adobe Photoshop CS2
  • FastStone Image Viewer 2.8 (Freeware)
  • ACDSee 9 Photo Manager

2. Das Fotografieren

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Ja, das da oben bin ich. Ich fotografiere generell im RAW-Format (bei Nikon auch NEF genannt). Das hat den wahnsinnigen Vorteil, das ich als Anfänger meine Fehler später noch besser korrigieren kann. Falsche Blende oder ein fehlerhafter Weissabgleich sind so kein Problem. Zugegebenen, macht ein bisschen mehr Arbeit als im JPG-Format aber mir ist es das Wert. Beim Fotografieren achte ich auf einen etwas breiteren Rand zum Objekt als eigentlich in Spotterkreisen üblich ist. Diesen brauche ich später um schiefe Bilder drehen zu können.

3. Übertragung der Daten und Sicherung der RAW-Dateien

Zu Hause werden dann die Daten von der Chipkarte auf den Rechner kopiert. Danach brenne ich als erstes die RAW-Dateien auf CD oder DVD. Diese sind für mich wie Negative und somit erst mal sicher aufgehoben.

4. Erste Sichtung der Fotos

Nun werden die Bilder zum ersten mal gesichtet. Dabei fliegen alle Bilder, welche nix geworden sind, in den Mülleimer. Fotos, welche ich nicht in meiner Spotterdatenbank archivieren will wandern in einen Extra-Ordner. Das können Momentaufnahmen beim Spotten oder Bilder von Personen sein. Also nichts, was eine Registrierung hat *g*.

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Als Programm dazu nehme ich den FastStone Image Viewer. Da ich nur eine Lizenz von ACDSee besitze und diese auf einem anderen Rechner habe, bietet sich diese recht nette Freeware dazu an.

4. "Entwickeln" der RAW-Dateien

Für das "Entwickeln" der RAW-Daten nehme ich den RAW-Konverter von Photoshop. Dort korrigieren ich bei Bedarf die Belichtung und die Tiefen. Den Weißabgleich muss ich nur selten korrigieren. Somit übernehme ich meistens die Einstellung der Aufnahme.

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Ggf. müssen noch Vignetierungen des Teles ausgemerzt werden. Diese Funktion findet Ihr in dem Reiter Blende.

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4. Drehen des Bildes

Ich bin ein Meister im erstellen von schiefen Bildern. Daher lasse ich beim fotografieren, wie oben bereits erwähnt, immer genug Platz um die Bilder noch drehen zu können.
Zum Drehen der Bilder wähle ich das Tool Meßwerkzeug aus und markiere mir damit eine Linie, welche entweder senkrecht oder waagerecht sein soll. In dem gezeigten Beispiel die Rasenkante der hinteren Runway.

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Danach wähle ich den Menupunkt "Bild-Arbeitsfläche drehen-Per Eingabe..." aus. In dem dann folgenden Fenster wird direkt der gemessene Wert des Maßwerkzeuges ausgegeben. Diesen muss man nur bestätigen und das Bild ist schön gerade.

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5. Freistellen des Bildes und Auflösung

Als nächstes Benutze ich das Freistellungswerkzeug. Dabei schneide ich auf eine Breite von 2100x1400 Pixel bei 300 dpi.Diese Auflösung und Größe reicht mir persönlich für meine Spotterbilder völlig aus. Ich schneide in der Regel auf die bei Spottern beliebte Regel "Alles Flugzeug ab in die Mitte". Aber nicht immer und das muss jeder sowieso für sich selber entscheiden. Prinzipiell müssen die Bilder mal demjenigen gefallen, der sie macht. Aber ich schweife ab... *g*

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6. Tonwertkorrektur

Nun werden die Farben und die Belichtung noch ein wenig angepasst. Dazu benutze ich den Menupunkt "Bild-Anpassen-Tonwertkorrektur". Dabei blende ich in der Regel nur die nicht benutzten Bereiche der Kurve aus. Dies macht man, indem man die Schieberegler bei der Tonwertspreizung auf die Enden der Kurven schiebt. Eigentlich mache ich das nur im RGB-Kanal. Wenn mir aber der Himmel mal nicht blau genug ist, dann korrigiere ich auch noch den Blau-Kanal. Dabei aber vorsichtig sein, sonst sieht das Bild aus wie eine Unterwasseraufnahme.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten um Korrekturen an Bildern vorzunehmen. Diese wende ich aber nur bei gruseligen Aufnahmen von "kostbaren" Maschinen an, die ich so schnell nicht wieder vor die Linse kriege. Da ich hier nur den Standardworkflow beschreiben will, lasse ich diese jetzt mal aussen vor.

7. Das Nachschärfen der Bilder

Digitale SLR-Kameras haben es ja nicht so mit der Schärfe. Vor allem Bilder, welche aus dem RAW-Format kommen müssen somit nachgearbeitet werden. Anfangs habe ich das mit dem Standard-Tool "Unscharf maskieren" gemacht. Ich hatte dabei aber immer Probleme die richtige Einstellung zu finden und sehr oft mir Schärfungsartefakten zu kämpfen.

Dann habe ich in einem guten Buch eine Methode gefunden mit dem Hochpass-Filter zu schärfen. Nach den ersten Versuchen war dann für mich klar, das ist es! Ihr kopiert dazu in PhotoShop Eure Ebene mit dem Foto ("STRG-J"). Diese neue Ebene wird jetzt aktiviert und Ihr wählt "Filter-sonstige Filter-Hochpass". Nun wird das ganze Bild plötzlich grau. Zu erkennen sind eigentlich nur noch die Konturen des Flugzeuges. Stellt nun den Schieberegler so ein, das wirklich nur noch die Konturen des Objektes zu sehen sind, welches scharf dargestellt werden soll. In der Regel benutze ich Werte zwischen 0,5 und 2.

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Bestätigt die Eingabe und bestaunt ein tolles graues Bild. Doch nun kommt der Trick: Schaltet die Darstellung der Ebene um auf "Hartes Licht". Und schwups, Ihr habt ein geschärftes Bild. Sollten das Schärfen zu hart geworden sein könnt Ihr nun ganz einfach die Deckkraft der Ebene herunter schrauben bis es Euch gefällt.

Danach könnt Ihr die Ebenen wieder auf die Hintergrundebene reduzieren (im Menu Ebenen).

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Das Bild ist jetzt fertig. Nun gehe ich hin und speichere das Bild ab.

8. Ablage der Bilder

Zur Ablage habe ich mir eine Verzeichnisstruktur auf einem Rechner geschaffen. Diese sieht wir folgt aus:

  • Fluggesellschaft (z.B. British Airways)
  • Flugzeugtyp (z.B. A319)
  • Registrierung

Das reicht mir, da alle Informationen später noch in einer Datenbank gepflegt werden. Sollte mir diese aber mal abhanden kommen, so habe ich zumindest noch eine grobe Struktur in den Daten.

Der Dateiname setzt sich bei mir folgendermassen zusammen:

BRITISHAIRWAYS_A319-131_G-EUPT_EDDL_001.jpg

Also: Fluggesellschaft_Flugzeugtyp_Registrierung_Ort_lfd.Nummer

9. Archivierung der Bilder

Zum Archivieren und vor allem zum Suchen der Bilder nutze ich ACDSee. Was mir daran ganz gut gefällt, neben dem günstigen Preis, ist die mehr oder weniger frei konfigurierbare Datenbank. Hier kann man verschiedene Kategorien frei vorgeben. Ich habe das gemacht für die Fluggesellschaften, sortiert nach Ländern und Kontinenten und für die Flugzeugtypen sortiert nach Herstellern. So kann ich mir später alle Bilder von Airbus-Maschinen oder alle Bilder von Flugzeugen aus England anzeigen lassen. Natürlich ist eine Anzeige von Airbus-Maschinen aus England auch möglich. Die Kategorisierung findet Ihr rechts im Bild.

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Weiter werden in einem Bemerkungsfeld noch die Registrierungen eingetragen. Bei den Keywords die Aufnahmesituation (Start, Landung, Taxi usw.) und der Aufnahmeort. Bei dem Beispielbild steht dann da: Landung, EDDL

10. Datensicherung

Regelmäßig lasse ich dann die Datenbank von ACDSee exportieren und speichere sie ab. Diese Sicherung und alle Fotos werden dann einmal wöchentlich auf eine externe Platte gespeichert. Dies mache ich mit einem kleinen Tool von Microsoft. Das nennt sich robocopy und ist ein Komandozeilentool zum kopieren von Dateien. Dabei werden vorhandene Dateien nicht überschrieben aber neue Verzeichnisse und Dateien mit kopiert. Dadurch laufen die Sicherungen relativ schnell ab. Das Tool bekommt ihr kostenlos bei Microsoft. Die Befehlszeile meiner Batch-Datei stelle ich Euch hier mal zur Verfügung:

robocopy M:\Flugzeuge X:\Flugzeuge\Flugzeuge /E /LOG:c:\robocopy\backup.log

Damit werden alle noch nicht vorhanden oder geänderten Daten (/E) von M nach X kopiert. Das ganze wird in einer LOG-Datei dokumentiert. Ich lasse diesen Batch einmal wöchentlich vom Taskplaner ausführen.

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 30. Mai 2009 um 19:27 Uhr